Homeoffice: Arbeitszeit ist Lebenszeit (8)

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Stimmt ´s ? Für alle Zweifelnde: Doch! Arbeitszeit ist ein erheblicher Teil des „24-Stunden-Zeitkuchens“. Wie willst die Zeit also nutzen außer mit stumpfen Abarbeiten deiner Aufgaben? Wie sehen deine acht Stunden pro Tag nach 20 Jahren Berufsausübung aus ? Oder drei Jahre nach einem Arbeitsstellenwechsel?

Die nachfolgenden Empfehlungen sind nicht ausschließlich für das Homeoffice gedacht. Denn vor der Pandemie hat es bereits eingeschlafene Füße unterm Bürotisch oder lahme Hände an der Drehbank gegeben, inklusive inneren Miesepeter, der auf den Feierabend, auf das Wochenende und auf den nächsten Urlaub wartet, um endlich aufzublühen. Bist du länger als drei Jahre in der Firma und hat sich die Routine als Wiederkäuer einen beachtlichen Platz erkämpft?

Wenn ja, dann wird es jetzt Zeit für einige langfristigen Gegenmaßnahmen. Auch besonders für diejenigen, die seit dem letzten Jahr abgeschieden im Homeoffice hocken – freiwillig oder unfreiwillig – braucht es frischen Wind ins laue Lüftchen. Verschönern die netten Kollegen im Büro noch den Arbeitstag und übertünchen so manche Routine, so rückt der Trott allein zu Hause eher ins Rampenlicht. So fällt schnell auf, dass alles eingefahren scheint. Der Dornröschenschlaf kann unterbrochen werden und folgende Tipps können dich wachküssen, um wieder Spaß am Job zu haben:

1. Entrümple dein Mindset – Betrachte dein Aufgabenfeld kritisch, aber nicht zu kritisch. Auch eine ungeliebte Aufgabe hat ihren Mehrwert, den du einerseits selber schaffst, von dem du aber auch profitierst. Sofern du Gestaltungseinfluss hast, passe die einzelnen Schritte an. Entscheide dich nicht für die negative Seite, denke positiv. Minimiere negative Wörter in deinen Gedanken und bewerte deine Aufgabe neu. Überziehe deine ungeliebte Tätigkeit meinetwegen noch mit Feenstaub. Und zack: Neuer Glanz! Du wirst sehen, es geht leichter von der Hand.

2. Starte ein eigenes Projekt – Sprich dich mit deinem Vorgesetzten ab und werde Pionier*in eines Projektes, bei dem du deine Erfahrung und dein Wissen installieren kannst. Erweitere dein Netzwerk, die dein Projekt voranbringen. Das wird dich beflügeln. Der Effekt wird sich kaskadierend, also stufenartig auf die übrigen Routine-Arbeiten auswirken. Diese wirst du weniger belastend finden.

3. Reiche Wissen weiter – Werde Mentor*in! Einsteiger, Auszubildende oder Trainees können von deinem Erfahrungsschatz und von deinem Wissen profitieren. Halte nicht an etwas stur fest, von dem du meinst, es nütze nur dir und ein Weitergeben würde dich ins Hintertreffen katapultieren. Sei großzügig und mach dir bewusst: Du bekommst im Gegenzug etwas zurück, das dir nutzen wird. Frische Ideen, andere Sichtweisen und das unschätzbare gute Gefühl, den Puls der Zeit zu fühlen und mitzuerleben.

4. Präsentiere deinen Job positiv – Sprich gut über deinen Job, führe Selbstgespräche! Dein Unterbewusstsein ist ein vortrefflicher Zuhörer und Gesprächspartner und zusammen mit ihm schaffst eine eigene, neue Sichtweise. Du wirst positiver strahlen. Deine Körperhaltung wird es ausdrücken. Ist dein innerer Teilhaber gerade nicht frei, dann sprich stattdessen gut über deinen Job mit deinen Kollegen. Dieselbe Energie, die du bisher fürs Klagen (Mensch, was für ein Stress heute!) oder fürs Jammern aufgewendet hast, investiere lieber in einen positiven Sprachschatz, z. B. „Das ist mir heute besonders gut gelungen“ oder „Vorhin habe ich wirklich was weggerockt!“ Das hat nicht nur einen wunderbaren Einfluss auf dich, sondern überträgt sich möglicherweise sogar auf die Kollegen, die bisher im Trüben gefischt haben. Probiere es aus und setze Serotonin frei!

5. Sei deine eigene Konkurrenz – Werde besser als am Tag zuvor! Schreib dir die Ergebnisse des Vortages auf und vergleiche! Setze einen Vertrag mit Punkten auf, bei denen du dich verbessern möchtest. Ködere dich selbst mit einem Bonus (falls du an Süßes denkst: auch dunkle Schokolade ist hier keine Option!)

6. Variiere deine Aufgaben – Der Arbeitstag hat je nach Vereinbarung so und zu viel Stunden und setze daher auf Kontraste und Abwechslung. Arbeite nicht acht Stunden lang dieselbe Aufgabe ab, z. B. Erfassen von Rechnungsbelegen, sondern teile dir den Tag in Tätigkeitsblöcken ein. Dein Geist liebt Variationen und ernährt sich am besten von Gegensätzen.

7. Lasse dich mitreißen – Entfache deinen Ehrgeiz und „gucke ab“ von denen du glaubst, dass sie ein paar Schritte voraus denken und handeln. Hänge dich dran und ergänze dein Wissen und deine Fähigkeiten. Was der/die Eine kann, kannst du auch! Surfe auf der nächsthöheren Welle, egal die Aussicht, ob du vom Brett fliegst oder nicht. Irgendwas lernst du immer dazu!

8. Sei eine Inspirationsquelle – Zeige deinen Kollegen durch dein Tun, dass es sich lohnt, an den gemeinsamen Zielen zu arbeiten.

Arbeitszeit ist also Lebenszeit! Arbeitszeit ist kein bloßer Sand, der durch die Sanduhr rieselt. Du kannst sie gestalten! Unabhängig davon, ob du angestellt oder selbstständig bist.

Fortsetzung folgt // Frau Buecken

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